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Bolivienurlaub am Rande
des Abgrunds
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Über 70 Kilometer schlängelt sie sich durch das bolivianische Bergland:
"el camino de la muerte", die "Straße des Todes". Eine steile Felswand
auf der einen Seite, der Abgrund auf der anderen. Allein im letzten Jahr
sind hier 101 Menschen ums Leben gekommen. Die Passstraße zwischen La Paz
und Coroico gilt als die gefährlichste Straße der Welt.
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CUT TO THE CHASE: Show me the photo slideshow of the World's Most Dangerous Road!!!
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Gerade diese Gefahr übt auf viele den großen Reiz aus. Während es für Jan
Ullrich bei der Tour de France um das gelbe Trikot geht, suchen die Radfahrer,
die sich auf die "Straße des Todes" wagen, vor allem den Nervenkitzel.
Die Passstraße ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Bolivien.
Reise-Veranstalter werben mit waghalsigen Radtouren und versprechen den
ultimativen Adrenalinkick. Auch Simone und Henning Füllers aus Düsseldorf
suchen den Nervenkitzel. "Ich habe tierisch Angst, weil es überall als
gefährlichste Straße der Welt gilt. Aber mit dem Fahrrad kann man die
Geschwindigkeit wenigstens selber kontrollieren", meint die 30-jährige
Studentin vor der Tour.
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Rasante Abfahrt
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Nicht jeder hat sein Rad unter Kontrolle. Immerhin geht es rasend schnell
von 4700 Höhenmetern auf 1100. Ein Engländer hat gerade noch einmal Glück gehabt.
Er sitzt ohne Fahrrad am Straßenrand. Sein Mountainbike liegt hunderte Meter tiefer
im Abgrund. "Ich habe Glück gehabt. Ich war schnell, aber die Bremsen waren in Ordnung.
Dann wurde ich schneller und schneller. Vielleicht habe ich einen Stein getroffen oder
ich war einfach zu schnell."
Bolivien ist der höchste der lateinamerikanischen Staaten. Ein Höhenunterschied von
2500 Metern trennt das Land in eine fruchtbare Tiefebene und ein Hochplateau.
Boliviens Hauptstadt La Paz ist mit ihrer Lage auf 3800 Metern die höchste
Hauptstadt der Welt. Die schmale Passstraße ist die Lebensader der Millionstadt.
Über die "Straße des Todes" werden die 1,2 Millionen Einwohner von La Paz täglich
mit frischen Nahrungsmitteln versorgt. Gerade einmal ein LKW hat jedoch auf der
unbefestigten Straße Platz. Ohne Leitplanken bedeutet ein Fahrfehler fast automatisch
den Sturz in die Tiefe.
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Fahrradtouren für Mutige
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Die Fahrradfahrer teilen sich die Straße mit den LKWs und Autos. Alistair Matthew
organisiert die Fahrradtouren für Wagemutige. Er hat schon viel auf der Strecke erlebt:
"Es kommen zwar wenig Fahrradfahrer um, aber Verletzungen gibt es die ganze Zeit.
Das Testosteron übersteigt einfach die Fähigkeiten."
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Die "Straße des Todes" ist gesäumt von Kreuzen. Jedes von ihnen erzählt seine eigene
traurige Geschichte. Simone und Henning Füllers sind froh, dass sie heil unten angekommen
sind. Ihre Gesichter sind bedeckt von einer Kruste aus Staub, Erde und Wasser. Simone
muss sich eingestehen, dass das mit der Kontrolle nicht so einfach war: "Mich hat es
auch einmal total zerlegt. Ich bin einfach über mein Fahrrad drübergeflogen", erzählt sie.
Ihr Freund Henning ist vollkommen erledigt "Es war schon schön. Am Ende war es aber auch genug."
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ZDF-Reporter Luten Leinhos |
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hat sich selbst mit dem Fahrrad auf die "camino de la muerte" gewagt. Er begleitete eine
Touristengruppe auf ihrer rasanten Fahrt in die Tiefe und berichtet vom Nervenkitzel zwischen
Felswand und Abgrund.
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WWW.ZDF.DE Politics & Society - Gravity Bolivia Review
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